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HFB-320 Hansajet 

       
     
       
     

HFB-320 Hansajet

       
     
       
      Die HFB 320 „Hansajet"

Im vorigen Monat haben wir über das vierstrahlige Düsenflugzeug B 152 gesprochen, das in den 1950er Jahren in der vormaligen „DDR" geschaffen wurde, ehe auch dort, durch die Sowjets, wie zuvor schon durch die Westalliierten in der BRD, die Flugzeugindustrie vollständig beseitigt wurde.

An dieser Lage hat sich prinzipiell bis auf den heutigen Tag nichts geändert. Zwar dürfen Deutsche inzwischen wieder Flugzeuge konstruieren, doch selber, oder gar in Eigenregie bauen dürfen sie diese nicht. So manche bekannte Maschine, die zunächst in Deutschland konstruiert und anfangs auch gebaut wurde (z.B. der „Harrier"), mußte ans Ausland abgeliefert werden. Über all diese Dinge werden wir bei CN im Internetz nach und nach noch im einzelnen sprechen.

Nicht allein auf dem militärischen Sektor galt und gilt diese Kuratel, selbst kleine Maschinen von überwiegend zu vielem Zuschnitt wurden schnell abgewürgt. Das gilt etwa für die HFB 614 oder – mit ein wenig mehr anfänglicher Freiheit – für die HFB 320, die unter dem Namen „Hansajet" auch auf dem zivilen Markt angeboten wurde, und das sogar mit einigem Erfolg, nicht zuletzt in Amerika.

Hansajet Ad

An der Konstruktion der HFB 320 ist übrigens auch ein Mann namens Wocke beteiligt gewesen, der, vor seiner Flucht in die BRD, in der vormaligen „DDR" an der B 152 mitgewirkt hatte. Später brachte er es zum Chefkonstrukteur bei der inzwischen längst „erledigten", damals eigenständigen Firma „Hamburger Flugzeugbau", bei welcher der „Hansajet" entstand.

Die HFB 320 wies ein besonderes Merkmal auf: Nach vorne gepfeilte Flügel. Diese nicht nur schwierige, sondern auch besonders vorteilhafte Bauart war erstmals 1944/45 von Heinkel für den „Volksjäger" He 162 verwirklicht worden. Bei Junkers stand der schwere Langstreckenbomber Ju 287 in fortgeschrittener Entwicklung, der ebenfalls vorgepfeilte Tragflächen besaß.

Zwei Flugzeuge

Seither war die HFB 320 das einzige Flugzeug, bei dem diese Formgebung erfolgreich angewendet werden konnte. Experimente mit dieser Flügelform bei Grumann in den Vereinigen Staaten und bei Suchoi in Russland gelangten nicht über das Versuchsstadium hinaus.

Die HFB 320 hatte ihren Erstflug am 21. April.1964, an diesem Tag hob sie in Finkenwerder ab und zeigte sofort außergewöhnlich gute Flugeigenschaften. Der Erfolg dieses neuen Flugzeugs schien sicher zu sein – und er wäre es wohl auch gewesen, hätte die bundesdeutsche Politik dem Unternehmen den Rücken gestärkt.

Zwischen 1967 und 1973 übernahm die „Hansajet-Corporation" die Vermarktung der Maschine. Mehr als ein Viertel der gebauten HFB 320 wurden in die USA verkauft, wo sie wohl überwiegend als schnelle Geschäftsflugzeuge eingesetzt wurden. Luftfrachtunternehmen wie „Airborne Express", „Grand Aire", oder „Kalitta Air Services", „Mc Collum" oder „Pelikan Express" verwendeten die HFB 320 über lange Zeit.

Spezialausführungen der HFB 320 „Hansajet" wurden auch militärisch genutzt, namentlich von der Deutschen Luftwaffe.

Zwei-Flugzeuge

Doch die de facto Entnationalisierung der deutschen Flugzeugindustrie war eine hinter kaum verhohlen vorgehaltener Hand gestellte Forderung der ehemaligen Kriegsgegner – mit Ausnahme der USA, wo man nichts gegen eine gute deutsche Flugzeugindustrie als Zulieferer wie auch als Partner gehabt hätte. Diese anständige Haltung der Amerikaner muß aus Gerechtigkeitsgründen rühmend erwähnt werden. Und es ist auch immer wieder zu Kooperationen von Fall zu Fall gekommen, wofür das Projekt X-31 „Vector" als ein Beispiel gelten mag.

       
               
               
     

       
               
               
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